Hallo,
ich benutze nun diesen Blog, um Euch über alles auf dem Laufenden zu halten. KRIMI!#2 ist nun raus und beinhaltet wieder viele neue Informationen. Im Zuge unserer Recherchearbeit zur Biographie von Laslo Fodor in KRIMI!#1 fiel uns in seinem Nachlass das Skript zu DAS HORRORKABINETT DES DR. MABUSE (was wohl dasselbe sein wird wie das geplante CCC-Projekt DAS MONSTERKABINETT DES DR. MABUSE) von 1966 in die Hand.
Dieses Skript ist das fehlende Glied zwischen TODESSTRAHLEN (1964) und DIE LEBENDEN LEICHEN DES DR. MABUSE [DLLDDM] (1970) und erklärt doch so einiges. Vor allem erklärt es, warum der Film als MABUSE laufen musste, denn die Ähnlichkeiten waren zu naheliegend.
Ich habe dann versucht zu recherchieren, wie denn die Geschichte an Stephen D. Frances gelangte, der THE DISORIENTATED MAN schrieb, die literarische Vorlage für DLLDDM, und da kam ich auf niemand anderen als BRYAN EDGAR WALLACE, der ja schon an der Mabuse-Serie beteiligt war. Es gibt ein "ungehobenes" Projekt der CCC, das nur einmal in einem Brief erwähnt wurde, der "VAMPIR VON SOHO", der dann wohl mit eingeflossen ist.
Naja, anhand der Handlung konnte ich relativ einfach auch noch DRACULA JAGT FRANKENSTEIN sowie DER TEUFEL KAM AUS AKASAVA als legitime Mabuse-Filme identifizieren.
Damit aber nicht genug habe ich mich mal hingesetzt und geschaut wer alles bei CCC an MABUSE beteiligt war (es gab ja ca. 20 nicht umgesetzte Drehbücher!!!) und was die so gemacht haben, nachdem Fritz Lang die Serie wiederbelebte. Was ein Spaß! Und natürlich - wenn man es weiss ist es eindeutig dass viele Filme einfach nur umgeschriebene MABUSE Geschichten sind.
Damit aber nicht genug: Es gibt eine zweite Storyline in MABUSE, die Fritz Lang wohl raushaben wollte: Die Kolonie EITOPOMAR. Tja, hab ich mich wieder hingesetzt und nachgeschaut, wer alles im Produktionsumfeld von CCC an ähnlichen Filmen beteiligt war und siehe da, ich konnte einige Filme identifizieren, die eindeutig EITOPOMAR sind (CCC hatte ja sowohl die Rechte von Lang als auch die von N. Jacques erworben). Auch hier wieder: spaßige Filme ohne Ende.
Damit aber nicht genug: Ich habe mir angeschaut, mit wem Fritz Lang so alles gearbeitet hat und was die so nach der Zusammenarbeit gemacht haben. Und wieder: Eindeutige MABUSE/EITOPOMAR Filme und Bücher. Damit die ganzen Verbindungen offen zutage traten musste ich das komplette Leben Langs und N. Jacques und Thea von Harbou minutiös zerkleinern - und wie gesagt, da kam immer was Neues.
Natürlich ist vieles einfach nur offensichtlich (wenn man es weiß), und Kritiker werden mir vorwerfen, dass es ja da gar keine konkreten Quellen gibt, aber ehrlich: Auch schriftliche Quellen sind kein Beweis für eine Tatsache. Nehmen wir unser aller Einkommensteuererklärung. Ich denke aber, meine Argumentationsketten bei den Hauptfilmen sind wasserdicht, und was sonst noch so auftauchte kann ja noch erforscht werden.
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Viel Spaß beim Lesen
Oktober 2026
Boris Brosowski




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